Vaillant Warmwasser Ratgeber

Ihr Ratgeber für dezentrale Elektro-Warmwassergeräte

Elektronische Warmwassergeräte können in verschiedenen Bereichen äußerst beliebt sein. Egal, ob in der Küche, dem Badezimmer, der Dusche, dem Gäste-WC – Sie bieten genau dann Warmwasser, wenn es benötigt wird. In diesem Artikel erfahren Sie, wie dezentrale Elektro-Warmwassergeräte funktionieren, lernen verschiedene Arten der Geräte kennen und erfahren, wie Sie diese sinnvoll in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung einsetzen können.

Dezentrale Warmwasserbereitung

Haben Sie sich schonmal gefragt, wo genau der Unterschied zwischen zentraler und dezentraler Warmwasserbereitung liegt? Welche Möglichkeiten Sie in Ihren eigenen vier Wänden haben und wo die Vorteile darin liegen? Hier erfahren Sie es!

Was ist dezentrale Warmwasserbereitung?

In der Warmwasserbereitung für Gebäude gibt es zwei grundlegende Ansätze: zentral und dezentral. Im Allgemeinen verfügt jede Wohnung oder jedes Haus über mindestens zwei Stellen, an denen Warmwasser benötigt wird, nämlich in der Küche und im Badezimmer. In größeren oder mehrstöckigen Gebäuden können jedoch deutlich mehr solcher Stellen vorhanden sein, beispielsweise in Gäste-WCs, Gästebädern, Waschküchen oder Einliegerwohnungen.

In der dezentralen Warmwasserbereitung versorgt jedes Gerät wie Durchlauferhitzer oder Kleinspeicher individuelle Zapfstellen, indem sie in unmittelbarer Nähe zu den Entnahmestellen installiert werden. Dies führt zu Kosteneinsparungen bei Investition und Betrieb, da zusätzliche Rohrsysteme oder Zirkulationspumpen nicht erforderlich sind. Die kompakten Geräte ermöglichen eine unauffällige Montage entweder als Übertisch- oder Untertisch-Installation als auch in Wandnischen oder hinter Verkleidungen.

Vaillant Dezentrale Warmwasserbereitung

Je nach Anwendung lässt sich jedes dezentrale Warmwassergerät bedarfsgerecht einstellen. So kann bei einem elektronischen Durchlauferhitzer im Bad zum Beispiel zum Duschen oder zum Händewaschen vor dem Warmwasser-Zapfvorgang die gewünschte Wunschtemperatur individuell eingestellt werden. Ein Kleinspeicher unter der Küchenspüle hingegen stellt ausreichendes heißes Wasser zum Abspülen von Geschirr zur Verfügung. Das ermöglicht einen hohen Warmwasserkomfort bei bedarfsgerechtem, optimierten Energieeinsatz. Und die direkte Warmwassererzeugung mittels Durchlauferhitzer als auch die minimale Wasser-Speichermenge in Kleispeichern sichern ein Höchstmaß an Trinkwasserhygiene gegenüber größeren zentralen Warmwasser-Speichermengen. Zudem kann in den Sommermonaten die Zentralheizungsanlage ausgeschaltet bleiben, da Heizung und Warmwasserversorgung getrennt sind, was den Verschleiß der Heizungsanlage reduziert.

Zentrale Warmwasserbereitung erfolgt mithilfe eines Haupt-Wärmeerzeugers wie einem Gas-Wand-/Standheizgerät und einem ausreichend großen Warmwasserspeicher. Für eine kontinuierliche Warmwasserbereitstellung muss der Speicher konstant auf eine ausreichende Warmwassertemperatur mittels des Wärmeerzeugers gehalten werden. Zum einen ergeben sich dadurch Wärme-Bereitschaftsenergieverluste über die Speicheroberfläche. Sind die Zapfstellen weiter entfernt (zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern), wird ergänzend meist eine Warmwasser-Zirkulationsleitung eingesetzt, um nicht mehrere Minuten auf die Warmwasserbereitstellung an der Zapfstelle warten zu müssen, was zusätzliche Zirkulations-Wärmeverluste bedeutet.

Welche Möglichkeiten gibt es für die dezentrale Warmwasserbereitung?

Die dezentrale Warmwasserbereitung erfolgt an dem Ort, an dem das warme Wasser gebraucht wird, beispielsweise direkt an Waschbecken, Spüle oder Dusche. Hierbei stehen zwei unterschiedliche Systeme zur Auswahl: Durchlauferhitzer und Warmwasserspeicher, die im Volksmund oft als "Boiler" bezeichnet werden. Es gibt also zwei grundlegende Prinzipien, um Warmwasser mit Strom zu erzeugen: Das Speicher- und das Durchlauferhitzerprinzip. Bei Elektro-Kleinspeichern wird das Wasser gespeichert und in der Regel konstant auf eine zuvor festgelegte Temperatur gehalten. Es steht sofort zur Verfügung, wenn es gebraucht wird und fasst normalerweise fünf bis 15 Liter, um Trinkwasser auf einer angenehmen Temperatur zu halten. Elektronische Durchlauferhitzer hingegen erwärmen das Wasser nur bei unmittelbarem Bedarf.

Vorteile dezentraler Warmwasserversorgung

Verbrauchsnahe Versorgung:
Die Geräte sind direkt nahe der Entnahmestellen platziert, was Leitungs- und Zirkulationsverluste minimiert und eine effiziente Versorgung ermöglicht.

Energiesparend:
Kürzere Leitungswege reduzieren den Wärmeverlust, was Energie spart und umweltfreundlicher ist.

Wassersparend:
Bedarfsgerechte Erwärmung und kurze Leitungswege verhindern das Verschwenden von Trinkwasser.

Hygienisch:
Durchlauferhitzer sind hygienischer, da sie kein warmes Wasser speichern und somit die Entstehung möglicher Keime, Bakterien oder Legionellen verhindern.

Elektronische Durchlauferhitzer

Denken Sie darüber nach, einen dezentralen elektrischen Durchlauferhitzer neu zu installieren? Dann sollten Sie vorab prüfen, ob Ihr Gebäude über die notwendige Energieversorgung, wie einen Elektro-Drehstrom-Hausanschluss, verfügt und ob der lokale Netzbetreiber für einen Neuanschluss eine Genehmigung erteilt. Wenn Sie bereits einen Elektro-Durchlauferhitzer verwenden, achten Sie darauf, dass ein neues Gerät die identische elektrische Anschlussleistung hat.

Wie funktioniert ein elektrischer Durchlauferhitzer?

Elektro-Durchlauferhitzer arbeiten grundsätzlich nach dem Durchflussprinzip. Das bedeutet, erst wenn über das Öffnen des Wasserhahns am Waschbecken oder in der Dusche warmes Wasser angefordert wird, schaltet sich das Gerät ein. Da die heutigen modernen elektronischen Durchlauferhitzer meist über eine Einstellmöglichkeit der Wunschtemperatur verfügen, wird über die Leistungselektronik die erforderliche elektrische Leistung exakt an den Wärmetauscher bereitgestellt, um das durchfließende Kaltwasser umgehend auf die vorab eingestellte Wunschtemperatur zu bringen. Die benötigte elektrische Leistung hängt dabei von der Stärke des Volumenstroms (z.B. Händewaschen ca. 5 Liter pro Minute, Duschen mit vollem Volumenstrom ca. 8 bis 10 Liter pro Minute) und der erforderlichen Temperaturdifferenz zwischen Kaltwasser-Einlauftemperatur und vorgewählter Warmwasser-Auslauftemperatur ab.

Durch dieses Prinzip wird nur im Zapfvorgang elektrische Energie benötigt. Es entstehen keine Bereitschaftsenergieverluste, wie bei einem Warmwasserspeicher, der Wärme über die Speichertank-Oberfläche verliert und dadurch regelmäßig nachgeheizt werden muss, um seine Soll-Speichertemperatur zu behalten.

Was ist der Unterschied zwischen hydraulischen und elektronischen Durchlauferhitzern?

Hydraulische Durchlauferhitzer erwärmen das Wasser erst, wenn eine gewisse Durchflussmenge durch ausreichende Öffnung einer Wasser-Zapfstelle erreicht wird. Die Temperatur wird durch das Beimischen von kaltem Wasser reguliert. Dies kann zu Temperaturschwankungen führen, insbesondere wenn mehrere Wasserentnahmestellen gleichzeitig verwendet werden. Es erfordert etwas Wartezeit an der Mischbatterie, bis die gewünschte Temperatur eingestellt ist. Dadurch wird mehr Wasser und Energie verbraucht, was ineffizient ist.

Im Gegensatz dazu messen elektronische Durchlauferhitzer die Wassertemperatur und den Wasserfluss genau und passen ihre Leistung an, um die gewünschte Temperatur präzise zu liefern. Dadurch wird kaum Wasser verschwendet, und es treten keine Temperaturschwankungen auf, selbst bei der gleichzeitigen Nutzung mehrerer Wasserentnahmestellen. Im Vergleich zu hydraulischen Geräten können elektronische Durchlauferhitzer Energieeinsparungen von bis zu 30% ermöglichen.

Elektro-Kleinspeicher

Wie funktioniert ein Elektro-Kleinspeicher?

Auch Kleinspeicher – auch umgangssprachlich „Untertischboiler“ genannt, sind platzsparende Geräte zur elektrischen Warmwasserbereitung. Wenn Benutzer einen Wasserhahn öffnen, wird warmes Wasser sofort geliefert. Der Kleinspeicher besteht aus einem isolierten Behälter, in dem sich ein Heizelement befindet. Dieses Element wandelt elektrische Energie vor Ort in thermische Energie um und erwärmt das Trinkwasser auf Vorrat. Eine Regelung am Gerät gewährleistet, dass das Wasser immer die gewünschte Temperatur hat.

Was gilt es beim Einsatz eines Elektro-Kleinspeichers zu beachten?

Bei dezentralen Kleinspeichern handelt es sich um Niederdruck-Boiler. Die Bezeichnung "Niederdruck" deutet darauf hin, dass dieser Speicher nicht unter Netz-Wasserdruck der Haus-Wasserversorgung betrieben werden dürfen. In der Regel sind Niederdruck-Kleinspeicher mit einem Fassungsvermögen von 5 Litern ausgestattet und werden häufig unter dem Waschbecken, also "am Untertisch", installiert. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Elektro-Kleinspeicher in Verbindung mit einer Niederdruckarmatur verwendet werden sollten. Dies liegt daran, dass es sich nicht um eine zentrale Warmwasserversorgung handelt, bei der das Wasserkreislaufsystem geschlossen ist, sondern um einen eigenständigen, drucklosen Warmwasserspeicher für gelegentliche Wasserentnahme.

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Im Jahr 1874 in Remscheid gegründet, hat Vaillant heute etwa 17.000 Mitarbeitende und operiert in 60 Ländern weltweit. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung umweltfreundlicher und intelligent vernetzter Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik spezialisiert. Neben seinen effizienten Produkten und zukunftsorientierten Werten zeichnet sich das Familienunternehmen durch eine Servicemannschaft mit Auszeichnung* aus, die Kunden an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung steht.

DISCLAIMER:
Bilder: Vaillant GmbH

*Der Vaillant Werkskundendienst in Deutschland hat zum sechsten Mal in Folge das Qualitätssiegel „TÜV Service tested“ „sehr gut“ des TÜV Saarland erhalten (im Oktober 2023)